Baronie Ehrenquell
Regierung
Ehrenquell wird von Baron Thedrin Eichelhof regiert, einem alternden, aber beliebten Halbling mit scharfem Verstand und einem Herzen für Tradition. Unterstützt wird er vom Großen Rat der Vier Jahreszeiten, einem Gremium aus Vertretern der Landbauern, Flusshändler, Kräuterkundigen und Tempelvorstehenden. Entscheidungen werden gemeinsam gefällt – nach langen Gesprächen und oft bei süßem Apfelwein.
Lage im Herzogtum
Ehrenquell liegt westlich von Ebenport, eingebettet in die fruchtbaren Täler der Sonnensilber-Region. Die Baronie grenzt im Norden an die Wälder von Caleth und im Süden an Schildhain, wird aber durch den breiten Quellstrom natürlich gegliedert. Viele Handelsrouten führen durch Ehrenquell, besonders jene, die Kräuter, Früchte und Stoffe nach Ebenport bringen.
Beschreibung und Einwohnerzahl
Mit knapp 19.000 Einwohnern zählt Ehrenquell zu den bevölkerungsreicheren Baronien Tir Caleths. Der Großteil lebt in verstreuten Siedlungen entlang der Flussufer oder in kleinen Städten mit langer Geschichte. Ehrenquell ist bekannt für seine dichten Dorfgemeinschaften, friedliche Atmosphäre und ein hohes Maß an kultureller Vielfalt.
Landschaft und Geografie
Das Land ist sanft hügelig, mit tiefen Tälern und einem dichten Netz aus klaren Bächen und natürlichen Quellen. Der Quellstrom teilt die Baronie in zwei Hälften, flankiert von den Wiesen von Lirien, einem weiten Blütental, und dem Goldhainwald, einem Mischwald, in dem die Bäume besonders im Herbst golden leuchten. Kleine Felskuppen und uralte Hainplätze sind über die Region verstreut.
Flora
Ehrenquell ist ein Paradies für Kräuter- und Pflanzenkundige. Hier wachsen Sonnentau, Blauer Flüsterklee, Schimmerminze, die heilende Wurzel des Kelmar und die seltene Tanzblüte, die sich nur bei Musik öffnet. Alte Dorfschulen bewahren das Wissen um diese Pflanzen, und viele Kinder lernen Kräuterkunde, bevor sie lesen können.
Fauna
In Ehrenquell leben Goldreiher, Nebelhirsche, Bachotter und zahme Kammgänse, die als heilige Tiere gelten. Besonders berühmt ist der Schattenfuchs, eine scheue, dunkelsilberne Spezies, die als Glücksbringer gilt. An manchen Vollmondnächten sieht man ihn durch die Felder tanzen. Der Moosschreiter, eine große Echse mit pflanzenähnlicher Haut, lebt im Grenzbereich zum Wald.
Rohstoffe
Die Region ist reich an Quellsteinen, einem magisch leitfähigen Kalkstein, sowie an Bernblut, einem rötlichen Harz, das in kleinen Mengen von alten Bäumen gewonnen wird. Es dient als Basis für Salben, Lichtöl und magische Duftessenzen. Auch Tonerde wird abgebaut und zu feinem Geschirr verarbeitet.
Beschreibung der Architektur
Die Gebäude Ehrenquells sind bunt, niedrig und oft mit Grasdächern bedeckt. Halblingische Rundfenster und menschliche Fachwerktradition vermischen sich zu einem harmonischen Stil. Brücken aus hellem Holz, mit geschnitzten Wappen und Segenssprüchen, überspannen viele Flüsse. Die Tempel sind rund gebaut, meist um eine Quelle herum errichtet.
Beschreibung des täglichen Lebens
Das Leben in Ehrenquell folgt den Jahreszeiten. Im Frühjahr finden Erwachenstänze statt, im Sommer große Märkte, im Herbst Ernteumzüge mit Musik und Laternen. Der Winter gehört den Geschichten – jede Familie bewahrt mindestens ein dickes Geschichtenbuch. Freundlichkeit, gegenseitige Hilfe und die Liebe zum Kochen sind Grundpfeiler der Gesellschaft.
Wer sind die Bewohner
Die Mehrheit stellen Halblinge und Menschen, dazu leben viele Kobolde als geschätzte Bäcker und Handwerker in den Städten. Einige Elfen unterhalten Hainhäuser im Goldhainwald. Ehrenquell ist offen für Reisende, solange sie sich an die Bräuche halten. Gastfreundschaft ist Gesetz – wer sich nicht an den Begrüßungstrunk hält, gilt als verdächtig.
Wirtschaft & Handel
Ehrenquell lebt von Landwirtschaft, Heilkunst, Töpferei und Kleinkunst. Die Region liefert Kräuter, Öle, Duftstoffe, Tonwaren und besonders aromatische Tees. Händler aus Ebenport schätzen Ehrenquells Märkte. Magisch wirkende Produkte (z. B. Kräuterbeutel gegen Albträume) sind sehr begehrt.
Wichtige Gebäude
- Haus des Lebensquells, ein uralter heiler Tempel mit heilender Quelle
- Die Weidenakademie, eine Schule für Heilkunst und altes Pflanzenwissen
- Der Kranzhof, Sitz des Barons und Versammlungshaus
- Die Brückenhalle von Tirlor, ein Handelszentrum über dem Fluss
Wichtige Persönlichkeiten
Baron Thedrin Eichelhof : bekannt für seinen Apfelwein und seine Geduld
Saria Nesselbart : Koboldin, Kräutergelehrte und Geheimrätin
Tennor Gleisheim : Magier und Historiker des Weidenordens
Jona Falber : menschlicher Reiterhauptmann mit Ehrenklinge
Nyelle Brin : Elfe und Sängerin des alten Wassers
Städte
- Tirlor, Flussstadt mit Marktbrücke, bekannt für Feste und Händlerzunft
- Quellgrund, heilige Stadt um eine uralte Quelle mit Pilgerpfaden
Dörfer
- Blütenfurt, Dorf der Heiler und Kräuterkundigen
- Rindenfeld, bekannt für seine Töpfereien
- Schnatternest, von Halblingen und Gänsen bewohnt, sehr gastfreundlich
- Echsenrain, am Mooswasser gelegen, ruhig und mystisch
- Kelmathal, kleines Waldtal mit Elfenhain und Geheimnissen