Baronie Auenstein
Regierung
Die Baronie Auenstein wird regiert von Baronin Ysolde Trennenwald, einer menschlichen Adeligen aus einem alten Händlergeschlecht, das sich früh mit elfischen Familien verband. An ihrer Seite steht der zwergische Magistrat Gundram Graubart, der insbesondere für Verteidigung und Infrastruktur verantwortlich ist. Gemeinsam führen sie ein Ratskollegium aus elfischen, menschlichen und halblingischen Vertretern, das monatlich in der Halle von Grünquell tagt.
Lage im Herzogtum
Auenstein liegt im südöstlichen Teil des Herzogtums Tir Velanor, wo sich die fruchtbaren Ebenen der Lirauen erstrecken. Die Region grenzt im Osten an das Wasserband des Elennir-Stroms und im Süden an die schattigen Ausläufer des Grünwalds.
Beschreibung und Einwohnerzahl
Mit etwa 18.000 Einwohnern gehört Auenstein zu den bevölkerungsreicheren Baronien des Herzogtums Tir Velanor. Zahlreiche Dörfer und zwei Städte säumen die alten Handelsrouten, die von den Flussläufen durch die fruchtbaren Felder bis hin zu den westlichen Höhen führen. Die Bevölkerung lebt in enger Verbindung zur Natur und ist für ihre Fröhlichkeit, Gastfreundschaft und ihren Fleiß bekannt.
Landschaft und Geografie
Die Region wird dominiert von weitläufigen Auen, sanft geschwungenen Hügeln und Feldern, die in kräftigem Grün leuchten. Im Frühling stehen die Obsthaine in voller Blüte und bilden mit den dichten Wiesen ein duftendes Mosaik. Der Elennir-Strom fließt breit und ruhig durch die Baronie, gespeist von kleineren Nebenarmen wie dem Fluss Marn. Südlich erstreckt sich der Grünwald mit dichten Laubwäldern, in denen seltene Kräuter und Holzarten gedeihen.
Flora
Die Felder von Auenstein bringen goldgelben Auentau-Weizen hervor, eine besonders robuste und ergiebige Sorte, die in ganz Calendor bekannt ist. In den Flusstälern wachsen Lavarellen, leuchtend blaue Blumen mit heilender Wirkung. Die Obsthaine tragen Nebelbirnen und Glanzäpfel, letztere mit silbriger Haut und einem frischen, süß-säuerlichen Aroma. Im Wald gedeiht der sog. Flüsterling – ein Pilz, der auf Schall reagiert und leise klickende Töne erzeugt, wenn man sich nähert.
Fauna
Auenstein ist reich an Wildtieren. In den Feldern leben Langschweifhasen und Bodenpfeifer – kleine Vögel mit rötlichem Gefieder. Am Fluss sieht man häufig Wasserwandler, große, silberne Fischarten, die in Schwärmen ziehen. Im Wald leben Waldkatzen, Riesenkrähen und die scheuen Nachtspäher – fuchsähnliche Wesen mit dunklem Fell und goldenen Augen, von denen man sagt, sie könnten Magie wittern.
Rohstoffe
Die Baronie lebt vor allem von ihren fruchtbaren Böden. Aus dem Flussbett des Elennir wird zudem feines Auenlehm gewonnen, der für magische Brennarbeiten geschätzt wird. Im Grünwald wird Mondholz geschlagen – eine seltene Holzart, die unter silbernem Licht besonders fest und biegsam wird und für den Bau von Musikinstrumenten und Waffen verwendet wird.
Beschreibung der Architektur
Die Gebäude sind meist aus hellem Stein und Holz errichtet, mit geschwungenen Giebeln, bunt verzierten Fensterläden und kleinen Innenhöfen voller Blumen. Dächer sind mit getrocknetem Sumpfgras gedeckt, das bei Regen golden schimmert. In den Städten sieht man mehrstöckige Bürgerhäuser mit geschnitzten Fassaden und Türmchen, oft mit Weinvorratskellern ausgebaut.
Beschreibung des täglichen Lebens
Der Alltag in Auenstein ist geprägt von Landwirtschaft, Handwerk und Musik. Die Menschen stehen früh auf, bestellen ihre Felder, backen, weben und feiern das Leben mit Festen zu jeder Jahreszeit. Abends treffen sich die Familien auf den Dorfplätzen, wo Musik gespielt, Geschichten erzählt und Tänze aufgeführt werden. Besonders beliebt sind die Frühlingsfeuer der Hoffnung und das große Apfelmond-Fest im Herbst.
Wer sind die Bewohner
Die Bevölkerung besteht zu etwa gleichen Teilen aus Menschen, Elfen und Halblingen. Auch einige Zwerge leben in den Städten oder betreiben Handwerksbetriebe in den Dörfern. Kobolde und Goblins sind selten, aber nicht unerwünscht – besonders wenn sie sich als geschickte Brauer oder Töpfer erweisen. Die Kultur ist durchmischt, offen, aber traditionsbewusst.
Wirtschaft & Handel
Auenstein exportiert große Mengen an Getreide, Obst und Töpferwaren. Die feinen Webstoffe der Region – gefertigt aus Mondgras und Flusshanf – sind in ganz Calendor beliebt. In den Städten wird zudem Musik unterrichtet und Flöten, Lauten und Trommeln hergestellt, die für ihre Klarheit und magische Resonanz berühmt sind. Der Handel mit anderen Baronien und Herzogtümern floriert über Flussschiffe und gut befestigte Straßen.
Wichtige Gebäude
- Die Ernteschrein-Halle von Grünquell
- Die Musikschule von Aedhal, Sitz des wandernden Musikzirkels
- Der Markt von Marnbrück – berühmt für seine Händler und seine Apfelweine
- Die Flussherrin-Statue am Elennir, ein Ort für Gebete an die Elemente
- Der Festplatz der Drei Monde – Zentrum aller Volksfeste der Region
Wichtige Persönlichkeiten
Baronin Ysolde Trennenwald : diplomatisch und charismatisch
Gundram Graubart : zwergischer Magistrat und Architekt der neuen Straßen
Nialen Sonnenschritt : Halblings-Hauptfrau der Apfelzunft
Firael Nebelsang : elfischer Musiklehrer und Komponist
Minra Goldgrund : Menschenfrau und Wirtin des berühmten Gasthauses »Lautes Lir«
Städte
- Grünquell: Hauptstadt der Baronie, Zentrum für Handel und Landwirtschaft
- Aedhal: Kulturelles Herz mit Musikschule, Festplatz und Künstlergemeinschaft
Dörfer
- Marnbrück: Flussdorf mit großer Marktbrücke und Fischerhafen
- Dornacker: Hochgelegene Siedlung mit alten Windmühlen
- Fliedertal: Halblingsdorf mit prächtigen Gärten und Honigfeldern
- Erenfeld: Grenzdorf mit magischer Ackerforschung
- Steinhall: Zwergensiedlung und Sitz der besten Töpferwerkstatt der Region