Calendor · Tir Avelmor

Baronie Grauwaldstein

Alle wichtigen Informationen zu Baronie Grauwaldstein.

Baronie Grauwaldstein

Regierung

An der Spitze der Baronie steht Baron Marrik Graumund, ein wortkarger, aber gerechter ehemaliger Grenzoffizier aus einer traditionsreichen Soldatenfamilie. Er herrscht nicht aus einem Palast, sondern aus einer umgebauten Wehrkirche auf einer Anhöhe oberhalb der Stadt Althain. Der Baron verlässt sich auf den Rat dreier Berater: einer Priesterin, eines Magiers und eines wandernden Richters, der bei Streitfällen durch das Land zieht.

Lage im Herzogtum

Grauwaldstein liegt im südöstlichen Teil des Herzogtums Tir Avelmor, dort wo das Land in breite, moosbedeckte Täler übergeht. Die Region grenzt an den westlichen Rand der Nebelberge und verläuft entlang des Flusses Elorn, der in einem kleinen, klaren See nahe der Grenze entspringt. Die Region ist von dichten Wäldern und flachen Bergrücken durchzogen.

Beschreibung und Einwohnerzahl

Die Baronie zählt rund 14.500 Bewohner. Viele leben in verstreuten Weilern und Waldsiedlungen. Die größten Städte sind Handelsstützpunkte, während die Dörfer oft von Familien geführt werden, die seit Jahrhunderten das gleiche Land bebauen oder den gleichen Steinbruch betreiben. Die Bevölkerung gilt als rau, aber herzlich – ein Volk der Erdverbundenen.

Landschaft und Geografie

Die Region ist dominiert vom Grauwald, einem weitläufigen Mischwald aus Eschen, Tannen und Schwarzkiefern. Der östliche Teil geht in die Zinnenklamm über, eine enge Schlucht mit schroffen Felswänden, in deren Höhlen seltene Fledermausarten nisten. Der Fluss Elorn schlängelt sich durch das Tal und wird auf seiner Strecke von mehreren Holzbrücken überspannt. Im Westen liegt die Kesselhöhe, ein alter, von Nebel umgebener Hügel mit Blick über das gesamte Tal.

Flora

Die Wälder sind reich an Runenlauch, einer blaugrün schimmernden Pflanze, deren Wurzeln in Tränken verwendet werden. Dunkelbeerenranken wachsen an alten Steinen und geben süß-bittere Früchte. Auf den Wiesen findet man Flammenklee mit leuchtend roten Blüten. Besonders berühmt ist der Schildmoos, der auf den Felsen der Zinnenklamm wächst und zur Heilung von Knochenbrüchen genutzt wird.

Fauna

Im Grauwald leben viele Wildarten – darunter Braunbären, Waldlöwen (eine katzenartige Raubtierart) und Mooshirsche, deren Geweih jährlich leuchtet. Die Bäche sind reich an Kaltwasserfischen wie Silberforelle und Bergaal. Im Gebirge nisten große Nebelgreife, gefiederte Raubtiere, die in der Luft lautlos gleiten und oft als Boten genutzt werden.

Rohstoffe

Grauwaldstein ist bekannt für seine grünlich schimmernden Schiefersteinvorkommen, die für Dachziegel und magische Amulettfassungen verwendet werden. In den Hügeln werden auch kleinere Mengen Kupfer und Obsidianerz gefördert. Die Wälder liefern robustes Schwarztannenholz, das im Schiffsbau gefragt ist.

Beschreibung der Architektur

Die Bauweise in Grauwaldstein ist massiv: dicke Steinmauern, schmale Fenster, hohe Dächer. Viele Gebäude besitzen geschnitzte Balken und einen inneren Schutzkreis aus Eisen, der in das Fundament eingelassen ist. Öffentliche Plätze zieren Wettersteine, in die alte Weissagungen gemeißelt wurden. In der Stadt Althain stehen einige Häuser noch auf uralten, drachenzeitlichen Grundmauern.

Beschreibung des täglichen Lebens

Das Leben in der Baronie ist vom Rhythmus der Natur geprägt. Die Arbeit beginnt mit dem ersten Licht und endet bei Sonnenuntergang. Holzfäller, Jäger, Hirten und Steinbrecher bestimmen den Alltag. Im Zentrum jedes Dorfes liegt ein Versammlungshaus, wo abends Geschichten erzählt und neue Gesetze verlesen werden. Viele tragen alte Talismane, deren Bedeutung manchmal nur die Großmütter noch kennen.

Wer sind die Bewohner

Menschen machen die Mehrheit aus, doch es gibt ein stabiles zwergisches Viertel in Althain und eine halblingische Gemeinde am Rand des Grauwaldes, die für ihre Honigweine bekannt ist. Außerdem lebt ein kleiner Stamm waldelfischer Hüter, der in den abgelegeneren Teilen des Waldes alte Baumheiligtümer pflegt.

Wirtschaft & Handel

Holz, Stein und Heilpflanzen sind die Hauptwaren. Die Kräuterkammern von Althain beliefern ganz Calendor mit Salben und Tinkturen. Es gibt außerdem eine kleine Glasbläserei, die sich auf Elornglas, eine seltene grünliche Glassorte, spezialisiert hat. Die Händler aus Tir Caleth und Tir Silvareth kaufen regelmäßig Holz für Schiffsmasten und Bergstahl für Rüstungen.

Wichtige Gebäude

  • Die Wehrkirche von Kesselruh, zugleich Gericht und Sitz des Barons
  • Der Marktbrunnen von Althain, dessen Wasser nie versiegt, auch nicht im Winter
  • Der Runenpfad, ein uralter, mit leuchtenden Glyphen versehener Pilgerweg, der durch den Wald führt

Wichtige Persönlichkeiten

Porträt von Baron Marrik Graumund
Baron Marrik Graumund erfahrener Grenzoffizier, kluger Taktiker und Beschützer des Volkes

Baron Marrik Graumund : erfahrener Grenzoffizier, kluger Taktiker und Beschützer des Volkes

Porträt von Priesterin Velmira Aschblatt
Priesterin Velmira Aschblatt eine weise Seherin, die bei Neumond Rituale am Elorn abhält

Priesterin Velmira Aschblatt : eine weise Seherin, die bei Neumond Rituale am Elorn abhält

Porträt von Meister Brennok Steinrauch
Meister Brennok Steinrauch zwergischer Schmied und Ratsmitglied

Meister Brennok Steinrauch : zwergischer Schmied und Ratsmitglied

Porträt von Sarina Glanzherz
Sarina Glanzherz halblingische Alchemistin, deren Tinkturen überregional bekannt sind

Sarina Glanzherz : halblingische Alchemistin, deren Tinkturen überregional bekannt sind

Städte

  • Althain, größte Stadt der Baronie, Verwaltungssitz, Marktzentrum und Sitz der Glasbläser
  • Kesselruh, alte Wehrstadt nahe der Hügel, mit legendärem Kriegerhaus

Dörfer

  • Eichental, bekannt für seine Baumfeste und Reitturniere
  • Bachgrund, ein Fischerdorf mit heiliger Quelle
  • Steingrund, berühmt für die Schieferbrüche
  • Moorwacht, kleines Grenzdorf an der Nebelmark
  • Glasfeld, ein altes Dorf mit Werkstätten für Elornglas