Baronie Tarnwyl
Regierung: Tarnwyl wird regiert von Baronin Ellendra vom Nebelstein, einer menschlichen Adeligen mit elfischer Abstammung. Sie ist bekannt für ihre ruhige, beinahe entrückte Art und für ihre tiefe Verbindung zu den Nebellanden der Region. Ihre Herrschaft ist geprägt von Gleichmut, Weisheit und einem untrüglichen Gespür für verborgene Gefahren. Ihr Hof liegt im Wasserschloss Aeryl, einem märchenhaft anmutenden Bauwerk, das auf einer Felsinsel mitten im Fluss Teyla liegt und nur über eine einzige Hängebrücke erreichbar ist.
Lage im Herzogtum
Tarnwyl liegt im äußersten Westen des Herzogtums Tir Avelmor, an der Grenze zu Tir Silvareth. Die Baronie wird vom Fluss Teyla durchzogen und ist von dichten Nebelwäldern, moorigen Senken und geheimnisvollen Hügeln geprägt. Sie gilt als die mystischste Region Tir Avelmors.
Beschreibung und Einwohnerzahl
In Tarnwyl leben etwa 12.500 Menschen, Elfen, Halblinge und eine kleinere Zahl an Drachenblütigen und Gnomensippen. Die Siedlungen sind meist klein, verborgen in Wäldern oder an schwer zugänglichen Uferstellen. Viele Bewohner leben als Fischer, Kräutersammler oder Glasmacher. Die Bevölkerung ist zurückhaltend, aber freundlich – wer sich den Regeln des Nebellandes anpasst, ist willkommen.
Landschaft und Geografie
Die Landschaft ist geprägt von nebelverhangenen Flussauen, uralten Mischwäldern und ruhigen, tiefen Seen. Die Teylawälder bedecken große Teile der Baronie. Der Nebelbruch, ein endloses Feuchtgebiet, zieht sich vom Süden bis zum westlichen Rand. Im Norden erhebt sich der Silberschild-Hügelzug, sanfte Höhen mit kreideweißen Felsnasen und windgepeitschten Gräsern.
Flora
Typisch sind Pflanzen wie der Weißdornwein, der sich um Bäume windet und silbrige Blüten trägt. In den Mooren wächst das heilkräftige Tränenkraut, aus dessen Wurzeln Tränke gegen Wahnsinn gebraut werden. Besonders geschätzt ist die Lichtmohnblüte, eine seltene Pflanze, deren Blüten in der Dämmerung schwach leuchten und deren Samen für Elixiere genutzt werden.
Fauna
Tarnwyls Tierwelt ist scheu und von der Magie der Region beeinflusst. Man findet Nebelhirsche, deren Geweih im Nebel schimmert und denen Weisheit nachgesagt wird. In den Flüssen leben Schleierfische, durchscheinende Wesen mit heilenden Schuppen. Die Wälder beherbergen Liedwölfe, deren Heulen Melodien bildet, und gelegentlich sichtet man Phantomreiher, die nur bei Vollmond erscheinen.
Rohstoffe
Die Region liefert vor allem Sumpfkräuter, Heilererden und magische Pilze. In den Hügeln wird Spiegelquarz gewonnen, ein seltener Stein, der Licht bricht und magische Energien bündelt. Auch der Trübsand, ein feiner schwarzer Sand aus dem Nebelbruch, wird geschätzt – vor allem von Glasmeistern und Illusionisten.
Beschreibung der Architektur
Die Gebäude in Tarnwyl sind oft aus hellem Kalkstein oder verwittertem Holz gebaut. Viele Häuser haben runde Dächer mit moosbewachsenen Schindeln. Fenster sind klein, mit bunt gefasstem Glas. Brücken und Stege sind kunstvoll geschnitzt. Besonders in den Dörfern entlang der Teyla findet man halb versunkene Pfahlbauten, die sich im Wasser spiegeln.
Beschreibung des täglichen Lebens
Das Leben ist ruhig, geprägt vom Rhythmus der Natur. Viele Menschen sind Selbstversorger. Kräuterwissen, Glasverarbeitung und Fischerei prägen den Alltag. Am Abend versammeln sich Familien um die Feuerstellen, erzählen Geschichten oder lauschen wandernden Barden. Jährlich findet das Fest des Schweigenden Nebels statt, bei dem drei Nächte lang kein Wort gesprochen wird, um den Geistern der Sümpfe Respekt zu erweisen.
Wer sind die Bewohner
Neben Menschen leben hier viele Elfen mit uralten Ahnenlinien, Halblinge mit eigenen Flößerdörfern und einige Drachenblütige, die in den Randwäldern isolierte Gemeinschaften bilden. Gnome und Alchemisten finden in Tarnwyl Zuflucht für ihre Studien. Es heißt, manche Dörfer beherbergen auch Gestaltwandler, doch niemand spricht laut darüber.
Wirtschaft & Handel
Die Baronie exportiert Heilkräuter, Moorharze, magische Gläser und kunstvoll gefertigte Runenlampen. Der Handel ist eher still und über alteingesessene Händlerfamilien organisiert. Viele Produkte werden auf Flößen über die Teyla nach Varnelor oder Ebenport gebracht.
Wichtige Gebäude
- Wasserschloss Aeryl, Sitz der Baronin
- Der Gläserne Turm, eine verlassene Akademie inmitten des Nebelbruchs
- Der Runenhain, ein uralter Versammlungsort mit sprechenden Steinen
- Tempel von Lysmora, geweiht der Göttin des Wassers und der Erinnerung
Wichtige Persönlichkeiten
Baronin Ellendra vom Nebelstein : die „Stille Fürstin“
Bruder Feryn : wandernder Heiler und Kräuterkundiger
Meisterin Thalya : Glasmagierin und ehemalige Archivarin der Akademie
Mirlak der Flößer : Halbling und Händler mit dem besten Riecher der Teyla
Städte
- Aeryl, Hauptstadt und Schlossstadt auf der Flussinsel
- Teylgrund, befestigte Stadt am Südufer mit Marktplatz, Hafen und Heilerzentrum
Dörfer
- Weyraun, Siedlung im Wald mit geheimem Alchemistenzirkel
- Lichtmoor, Pfahldorf mit eigenen Riten und Dämmerkult
- Brunnquell, bekannt für seine Heilquelle und Kräutermärkte
- Schimmerhain, Ort der Runenweber und Wandermönche
- Syllenfurt, Flößerdorf mit uraltem Liedgut