Tir Velanor
Bedeutung: „Land der goldenen Auen“
Lage auf Calendor
Tir Velanor liegt im südlichen Zentrum Calendors, direkt südlich von Tir Caleth. Im Westen grenzt es an Tir Silvareth, im Osten an Tir Avelmor. Die Region ist geprägt von weiten, fruchtbaren Flächen, sanften Hügelketten und den goldgelben Kornfeldern, die ihr ihren Namen gaben. Tir Velanor ist das landwirtschaftliche Herz Calendors – und mehr noch: eine Region, in der Tradition, Natur und Magie in einem beinahe idealen Gleichgewicht koexistieren. Die meisten magischen Versorgungslinien Avalirs verlaufen tief unter ihren Feldern und Tälern, was nicht nur zu überdurchschnittlich reichen Ernten führt, sondern auch dazu, dass Krankheiten hier selten und Heilkräfte in Pflanzen stärker ausgeprägt sind.
Landschaft und Geografie
Die Landschaft Tir Velanors ist von starken Gegensätzen geprägt. Im westlichen bis nordwestlichen Teil erhebt sich das Draugnor-Massiv mit seinem Hauptkrater vollständig auf dem Gebiet des Herzogtums; südlich und östlich davon öffnen sich die goldenen Auen. Sonnenhügel, Windauen, Lavendelfelder, Heckenlinien und zahlreiche kleine Bäche prägen das fruchtbare Kernland. Im Norden verläuft die Glanzstraße, eine Handelsroute, die Tir Velanor mit Ebenport verbindet. Diese Straße ist nicht nur von Pflastersteinen, sondern auch von wachstumsfördernden Runen durchzogen, die Reisenden schneller gen Norden führen sollen – sofern sie friedlich reisen. Im Südwesten liegt das berühmte Tal der Windwiesen, in dem sich große, natürlich gewachsene Kristalladern direkt unter der Oberfläche befinden. Hier scheint das Gras nie zu verdorren, selbst in den trockensten Sommern. In der Mitte des Tales steht der „Stein der Saat“, ein uralter Obelisk, um den herum Bauern Rituale für gute Ernten abhalten.
Klima
Tir Velanor besitzt ein gemäßigt warmes, freundliches Klima, das fast das ganze Jahr über stabile Wetterverhältnisse bietet. Die Winter sind mild, die Sommer sonnig, aber nicht drückend heiß. Frühling und Herbst zeigen sich in leuchtenden Farben, mit kräftigen Regenfällen zur rechten Zeit. Diese außergewöhnliche Stabilität führt man auf die magische Fruchtbarkeitsader Avalirs zurück, die sich unter Tir Velanor verzweigt. Wetterzauber sind in Tir Velanor verboten, da sie das empfindliche Gleichgewicht stören könnten – ein ungeschriebenes Gesetz, das von allen respektiert wird. Auch Blitzschläge und Dürreperioden sind hier äußerst selten.
Flora der Region
Die Pflanzenwelt Tir Velanors ist reich, üppig und voller Heilwirkungen. Viele Gewächse, die anderswo nur durch Pflege gedeihen, wachsen hier wild oder wurden seit Generationen weiterveredelt.
- Goldähre – Das berühmteste Getreide Tir Velanors. Goldene Halme mit süßem Duft. Hohe Nährwerte und langlebig. Grundlage vieler Festbrote.
- Wundrinde – Baumrinde, die sich bei Verletzung selbst verschließt. Wird medizinisch verwendet, auch für Rüstungseinlagen.
- Lichtflachs – Bläulich schimmerndes Gewächs mit feinen Fasern. Wird zu Zauberkleidung verwoben, die Hitze und Kälte reguliert.
- Segenslilie – Weiße Blume mit heilender Ausstrahlung. In Tempelgärten gepflegt. Ihre Blütenblätter wirken fiebersenkend und stimmungsaufhellend.
- Balsamoos – Feines, silbergrünes Moos, das bei Sonnenlicht duftet. Wird für Salben und Aurenpflege benutzt.
Fauna der Region
In Tir Velanor leben friedliche, aber kluge Tiere, viele von ihnen wurden über Generationen mit Magie in Einklang gebracht – entweder durch Zucht oder durch freie Symbiose.
- Sonnenhirsche – Große Hirsche mit goldener Stirnzeichnung. Als Glücksbringer bekannt. Ihre Geweihe wachsen mit den Mondphasen.
- Ährenfuchs – Ein kleines, wieselartiges Wesen mit Fell wie trockenes Korn. Hält Felder frei von Schädlingen. Wird oft als vertrautes Tier magischer Bauern ausgebildet.
- Wasserhornziege – Bergziege mit spiralförmigem Horn, das in Quellen leuchtet. Milch besitzt regenerative Eigenschaften.
- Heilkäfer – Smaragdgrüner Käfer, der sich in Kräuterfeldern aufhält. Wird von Apothekern gesammelt, da er seltene Wirkstoffe trägt.
- Tagespfau – Großer Vogel mit schillerndem Federkleid, das die Tageszeit reflektiert. Wird in Gärten gehalten und als natürlicher Kalender genutzt.
Rohstoffe der Region
Abseits des staatlich kontrollierten Draugnor-Massivs verfügt das landwirtschaftliche Kernland Tir Velanors nur über wenige klassische Erzvorkommen; besonders wertvoll sind seine agrarischen und alchemistischen Erzeugnisse:
- Fruchtstein – Mineral, das Erntekristalle speist. Wird aus tiefer Erde gewonnen.
- Kristallwasser – Hochreines Quellwasser, durchzogen von mikroskopischen Leuchtfasern. Wirkt heilend und wird für Tränke verwendet.
- Runenkalk – Magischer Kalkstein zur Fruchtbarkeitssteigerung. Wird fein vermahlen in die Felder gegeben.
- Lavendelglas – Aus Pflanzenasche geschmolzenes, violettes Glas. Für Fläschchen und Talismane genutzt.
- Wurzelsalz – Weißkristallines Salz, das Wachstum von Pflanzen beschleunigt. Wird mit großer Vorsicht dosiert.
Grafschaft und Baronien
Grafschaft Goldhaim
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