Tir Dravorn
Bedeutung: „Land der dunklen Zinnen“
Lage auf Calendor
Tir Dravorn liegt im Nordosten Calendors und bildet die raue Hochlandregion der Insel. Im Westen grenzt es an Tir Nelen, im Süden an das strategisch wichtige Herzogtum Tir Caleth. Von den höchsten Zinnen des Gebirges Garbur hat man einen weiten Blick über den Kratersee Morneluin und das weite Herz der Insel. Tir Dravorn war schon früh eine Bollwerkregion – nicht durch äußere Bedrohung, sondern durch die Notwendigkeit, die wilden Energien der westlichen Gebirgsadern zu kontrollieren. Die Bevölkerung Tir Dravorns entwickelte früh eine Kultur des Widerstands, des Pragmatismus und der Ehre. Hier, wo die Winde schärfer wehen und die Nächte dunkler sind, wurde das Wort „Pflicht“zur Tugend.
Landschaft und Geografie
Tir Dravorn ist eine Region der Kontraste. Die östlichen Ebenen sind durchzogen von zerklüfteten Felsen, Dornheiden und harten Gräsern. Hier wachsen die Dörfer eng aneinander, wie an die Erde geklammert. Doch je weiter man gen Westen reist, desto wilder wird das Land. Im Zentrum erhebt sich das Eiserne Rückgrat, eine zerklüftete Gebirgskette, in deren Schatten die berühmte Feste Raukamm thront – eine uralte Bastion, einst Zufluchtsort der ersten Krieger Calendors. Von dort aus führen zahlreiche befestigte Straßen durch die Grauschluchten in die westlichen Ausläufer. Im Südwesten Tir Dravorns breiten sich die Brennenden Felder aus – so genannt, weil hier während des ersten Krieges gegen den Dunklen Bund magische Feuer tagelang in den Hügeln wüteten. Die Erde ist schwarz, glühend und reich an magischen Erzen. Einige Stellen brennen bis heute unterirdisch, ohne Flamme, aber mit ewiger Hitze. Der Fluss Dornin, der dem Herzogtum seinen Namen gab, entspringt in den Nebelquellen des Westwalls und fließt mit gleichmütiger Strömung durch das ganze Land. Seine Ufer sind mit scharfkantigem Gestein gesäumt, seine Farbe changiert je nach Jahreszeit zwischen silbrigem Blau und dunklem Purpur.
Klima
Das Klima Tir Dravorns ist rau, trocken und launisch. Die Sommer sind heiß und staubig, die Winter eisig und schneereich – besonders in den Höhenlagen des Rückgrats. Regen fällt selten, doch wenn er kommt, verwandeln sich die trockenen Flusstäler in rasende Ströme. Das Wetter wechselt schnell und unberechenbar. Die Menschen sagen: „In Tir Dravorn kann der Himmel dich prüfen – oder segnen.“Vor allem im Herbst ziehen häufig arkane Gewitter über das Rückgrat, deren Blitze manchmal von selbstmagnetisierten Eisbrocken begleitet werden. Die Dörfler lernen von Kindheit an, in Sturmräumen Schutz zu suchen – viele von ihnen tief in die Felsen geschlagen und durch alte Runen verstärkt.
Flora der Region
Die Pflanzenwelt Tir Dravorns ist zäh, genügsam und manchmal gefährlich. Was hier wächst, hat sich an kargen Boden und starke Winde angepasst. Dennoch finden sich viele seltene Kräuter, die in anderen Regionen Calendors nicht gedeihen.
- Dornblut-Eiche – Ein uralter, knorriger Baum mit tiefroter Rinde und schwarzen Dornen. Wird als Schutzbaum vor dunkler Magie gepflanzt. Sein Harz stärkt den Geist in Ritualen.
- Feuerdistel – Wächst auf verbrannter Erde. Ihre Blüte glimmt in der Dunkelheit. Ihre Blätter brennen bei Berührung, doch ihr Saft ist Grundlage für Brandschutztränke.
- Raugras – Graues, scharfkantiges Gras, das in Felsritzen wächst. Wird als Sehnenersatz bei Rüstungen verwendet. Tiere meiden es.
- Schattensalbei – Dunkelviolettes Kraut, das nur bei Nacht geerntet werden darf. Wird in Räucherwerk gegen Flüche verwendet.
- Glutmoos – Moosart, die in Magmaspalten wächst. Bei Mondlicht beginnt sie zu glimmen. Wird zur Herstellung leuchtender Waffen verwendet.
Fauna der Region
Die Tierwelt Tir Dravorns ist so wild und wehrhaft wie seine Bewohner. Viele Tiere hier haben harte Panzer, Giftstacheln oder Tarnfähigkeiten entwickelt.
- Dornbär – Gewaltiger, graubrauner Bär mit stachelbewehrtem Rücken. Wird von den Einheimischen gefürchtet und verehrt. Ihre Krallen gelten als Zeichen der Standhaftigkeit.
- Glutfalke – Ein Raubvogel mit orange-rot schimmernden Federn, der über Vulkanfeldern nistet. Kann Hitze in den Schwingen speichern.
- Felsmarder – Kleine, aggressive Kreatur mit silbrigem Fell. Nistet in Ruinen und alten Wachposten. Kann Mauern untergraben.
- Aschenschreiter – Zweibeiniger Läufer mit rauchfarbenem Gefieder. Kann in Magmaböden überleben. Wird als Reittier genutzt.
- Runenwolf – Wilde Kreatur mit leuchtenden Augen und Fell, das wie eingeritzte Runen aussieht. Man sagt, sie bewachen alte Artefakte in den Bergen.
Rohstoffe der Region
Tir Dravorn ist reich an kriegswichtigen und magischen Rohstoffen. Viele dieser Ressourcen gelten als schwer zu fördern, da sie tief im Gebirge lagern oder von magischen Anomalien geschützt werden.
- Blutstahl – Dunkelrotes Erz, das unter großer Hitze geschmiedet werden muss. Besonders haltbar. Wird für Waffen der Elite benutzt.
- Basaltstein – Schwarzer, harter Stein. Ideal für Festungsbau. Raukamm wurde vollständig daraus errichtet.
- Dornquarz – Seltene Kristalle, die in stacheligen Adern wachsen. Verstärken Schutzzauber.
- Feuerkohle – Glühende, nie erlöschende Kohle aus den Brennenden Feldern. Dient als Energiequelle für Schmieden und magische Geräte.
- Echosalz – Ein seltenes Salz, das in Höhlenkristallen wächst. Wenn es in Flammen geworfen wird, „spricht“es in den Stimmen der Anwesenden.
Grafschaft und Baronien
Grafschaft Drakendor
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